Thema: Artenschutz, biologische Vielfalt

Franca Conradt (Kl.3): Die Tierwelt

Tier- und Pflanzenarten stehen in komplexen Wechselbeziehungen miteinander und mit ihrer Umwelt. Auch wir Menschen sind Teil dieser Verflechtungen, meist als Nutzer natürlicher Ressourcen. Eine vielfältige Natur ist nicht nur wegen ihrer Schönheit wichtig für die Zukunft der Menschen, sie stellt auch eine unverzichtbare Quelle an Rohstoffen und Problemlösungen dar.

Doch die biologische Vielfalt ist durch menschliches Handeln gefährdet. Täglich sterben etwa 150 Arten von Tier und Pflanzen aus, weil ihre Lebensräume zerstört werden oder sie durch übermäßige Nutzung und Jagd bzw. Fischerei vernichtet werden.

Laut Bundesumweltministerium gefährdet auch der Klimawandel die Artenvielfalt. Wenn die weltweiten Durchschnittstemperaturen weiter steigen, sind 20-30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz gefährdet.

Gesetzliche Grundlage für den Artenschutz auf internationaler Ebene ist das Washingtoner Artenschutzabkommen von 1973. Es stellt besonders gefährdete Tier- und Pflanzenarten unter Schutz und regelt den Handel mit diesen Arten (zurzeit sind etwa 5000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten betroffen).

Der Schutz der Tiere und Pflanzen vor Zerstörung ihrer Umwelt und Lebensgrundlagen muss in allen wirtschaftlichen und persönlichen Aktivitäten bedacht werden.

Um Arten und ihrer natürlichen Umwelt zu schützen, werden überall auf der Welt Flächen für den Naturschutz ausgewiesen. In den letzten 80 Jahren legte das Land Schleswig-Holstein insgesamt 189 Naturschutzgebiete fest.

Das Land beherbergt mit dem Nationalpark schleswig-holsteinisches Wattenmeer den größten Nationalpark Mitteleuropas, der zum Teil auch als Biosphärenreservat ausgewiesen ist. In dem 440.000 Hektar großen Gebiet wird seit 1985 die Natur vor schädlichen Eingriffen des Menschen streng geschützt. Eine einzigartige Landschaft mit einer riesigen Artenvielfalt und großer Naturschönheit bleibt erhalten. Etwa 3200 Tierarten leben hier, viele davon nur während einer begrenzten Zeit des Jahres. Das Wattenmeer ist für über 2 Millionen Zugvögel Raststation oder Brutrevier. Sie verbinden die schleswig-holsteinische Nordseeküste mit vielen weit entfernten Regionen der Welt.

(Quelle: Nationalpark Wattenmeer).