Der Klimawandel ist in aller Munde. Zwar ist die Tatsache, dass unser Energie verschwendender Lebensstil das Klima schädigt, schon länger bekannt. Aber erst in den letzten Jahren haben auch die Industrieländer die gravierenden Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen. Klimaschutz wird – zumindest in Reden und Konzepten – nun ganz groß geschrieben.
Das Weltklima macht wie kaum ein anderes natürliches Phänomen deutlich, dass das Handeln am einen Ende der Welt eng mit dem Leben am anderen Ende der Welt verknüpft ist. Der Klimawandel verstärkt einerorts Dürren und anderenorts Überschwemmungen, zerstört Ernten und vernichtet die Lebensgrundlagen ganzer Regionen. Der Klimawandel bewirkt Konflikte um Wasser und Nahrung. Er veranlasst Menschen, aus ihrer Heimat zu fliehen.
In Schleswig-Holstein freuen wir uns über warme Sommer, doch auch die negativen Folgen des Klimawandels treffen uns. Noch sind die Veränderungen vergleichsweise harmlos, aber schon teuer: mehr Stürme und Sturmfluten schädigen Küstenlinien und Deiche sowie Wohngebäude und Anlagen. Lange Dürreperioden während der Sommermonate machen der Landwirtschaft zu schaffen.
Für Menschen in den Ländern des Südens, die weniger finanzielle Mittel besitzen, um schwierige Zeiten zu überstehen und Schäden auszugleichen, sind die Folgen des Klimawandels oft viel härter. Nicht selten bedeuten sie Hunger und Tod.
Der Schlüssel zum Schutz des Klimas liegt in einer intelligenten und zukunftsverträglichen Gewinnung und Nutzung von Energie. Die Strategien reichen von Energieeinsparungen durch Verhaltensänderungen (Geräte ausschalten statt Stand-by-Betrieb), der Steigerung der Energie-Effizienz bei technischen Geräten und an Gebäuden bis zum Einsatz regenerativer Energieträger (Sonne, Wasserkraft, Erdwärme, organische Abfälle, etc.). Ein Kombination aus vielen Maßnahmen kann dazu beitragen, den Klimawandel zu bremsen und die schlimmsten Folgen abzumildern.
Jede/r kann sich beim Klimaschutz beteiligen, indem er/sie sich klimafreundlich verhält.
Doch auch auf politischer Ebene bedarf es schneller politischer Entscheidungen im Umgang mit dem Klimawandel: in der Energie-, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik, in der Entwicklungspolitik, der Asylpolitik und bei der internationalen Nothilfe.