Thema: Frauen in der Gesellschaft
Josephine Lemke (Kl.8): Geschichte einer jungen Frau
Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist in den Menschenrechten verankert. Dennoch haben Frauen in keinem Land der Erde den gleichen Zugang zu Einkommen, Bildung, Arbeit, Vermögen, politischer Beteiligung und persönlicher Freiheit wie Männer.
In vielen Kulturen sind Frauen Männern vollkommen untergeordnet und dürfen kaum selbstständige Entscheidungen treffen. Sie werden vielmehr als Schmuck oder Arbeiterin des Mannes verstanden, anstatt als eigenständiges Individuum.
Auf politischer Ebene versuchen Initiativen, eine Bewusstseinsänderung bei Frauen und Männern in der Öffentlichkeit und in der Politik zu erreichen. In fast allen Regionen der Welt schließen sich Frauen zusammen, um gemeinsam und solidarisch ihre Lebensumstände zu verändern. Sie fordern vor allem die Aufhebung struktureller Barrieren und wollen einen besseren Zugang zu Macht- und Entscheidungspositionen.
Der Weltbevölkerungsbericht 2002 resümiert: "Das Gefälle zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf Gesundheit und Bildung zu verringern, reduziert auch die individuelle Armut und fördert das Wirtschaftswachstum."
Auch wenn Frauen in Deutschland mehr Rechte haben, als in anderen Ländern der Welt, sind sie auch hier nicht vollkommen gleichberechtigt. Fast die Hälfte aller Beschäftigten in deutschen Betrieben der Privatwirtschaft sind Frauen. In der obersten Führungsebene (z. B. Vorständen und Aufsichtsräten) haben Frauen allerdings durchschnittlich weniger als ein Zehntel der Positionen inne. Demgegenüber arbeitet jede zweite Frau als Teilzeitkraft, aber nur jeder zehnte Mann.