Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist ein Menschenrecht.
Dennoch haben Frauen in keinem Land der Erde den gleichen Zugang zu Einkommen, Bildung, Arbeit, Vermögen, politischer Beteiligung und persönlicher Freiheit wie Männer.
In vielen Kulturkreisen sind die Frauen den Männern vollkommen untergeordnet und dürfen kaum eigene Entscheidungen treffen. Sie werden mehr als Schmuck oder Arbeiterin des Mannes angesehen, als als eigenständiges Individuum.
Auf politischer Ebene versuchen Fraueninitiativen, eine Bewusstseinsänderung bei den Frauen und Männern in der Öffentlichkeit und in der Politik zu erreichen. In fast allen Weltregionen schließen sich Frauen zusammen, um gemeinsam und solidarisch ihre Lebensumstände zu verändern.
Sie fordern vor allem die Aufhebung struktureller Barrieren und wollen einen besseren Zugang zu Macht- und Entscheidungspositionen. Der Weltbevölkerungsbericht 2002 resümiert: "Das Gefälle zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf Gesundheit und Bildung zu verringern, reduziert auch die individuelle Armut und fördert das Wirtschaftswachstum."
Auch wenn Frauen in Deutschland sehr viel mehr Rechte haben, als in vielen Ländern der Welt, sind sie auch hier immer noch nicht vollkommen gleichberechtigt.
Fast die Hälfte aller Beschäftigten in deutschen Betrieben der Privatwirtschaft – etwa 45 Prozent – sind Frauen. In der obersten Führungsebene haben sie allerdings durchschnittlich nur rund ein Viertel der Positionen inne. Im Bereich der Teilzeitkräfte sind sie dagegen über aus gut vertreten.