Thema: Frieden und Konfliktarbeit

Marvin+Maxi (Kl. 3): Nie wieder Krieg

Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung ist in den politischen und wirtschaftlichen Strukturen der Staaten fest verankert. Weltweit gehören für Millionen Menschen kriegerische Auseinandersetzungen zum Alltag. Regionale Auseinandersetzungen und Bürgerkriege haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, während es 2003 den letzten zwischenstaatlichen Krieg gab. Zu den Opfern der Konflikte zählen in erster Linie nicht mehr Soldaten, sondern vor allem Zivilisten. Sie sind betroffen als Flüchtlinge, Hungernde, medizinisch nicht Versorgte, aber auch als direkte Opfer. Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren 5 Prozent der Getöteten und Verwundeten Zivilisten. Im 21. Jahrhundert ist dieser Anteil auf 90 Prozent gestiegen. Vor allem Kinder sind Opfer von Konflikten. 
 
Frieden ist eine Haltung, die Menschen lernen können. Dazu ist es jedoch nötig, Konflikte zu analysieren und zu benennen. Alle Länder müssen eine konstruktiven Umgang mit Konflikten lernen und danach handeln. Das erfordert ein Umdenken. Macht darf nicht mehr eingesetzt werden, um eigene Interessen mit Gewalt umzusetzen, sondern um Konflikte im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu lösen. Davon ist die Welt weit entfernt. Zwischen 2000 und 2009 gab es 37 große Konflikte. Dabei kam es nur zu drei Friedensabkommen.  Laut dem Small Arms Survey wurden im Jahr 2008 in 107 Ländern Waffen hergestellt. Zu den größten Exporteuren zählen die USA, Italien, Deutschland, Belgien, Österreich, Brasilien, Russland und China.

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