Thema: Kinder in der Einen Welt

Anna Dahlmann (Kl.3): Kinder ohne Eltern

Von den etwa 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde sind etwa 28 Prozent Kinder (unter 15 Jahre alt).

Die Verteilung ist sehr unterschiedlich: Während in Europa nur 16 % der Bevölkerung Kinder sind, sind es in Afrika 42 Prozent.

Nach internationalem Recht (UN-Kinderrechtskonvention von 1989) genießen Kinder in besonderem Maße Schutz, um sich frei von Hunger, Gewalt und Benachteiligung entwickeln zu können.

Doch die Kinder dieser Welt leben unter sehr unterschiedlichen Bedingungen.

Der Alltag vieler Kinder ist durch Armut und Ausbeutung, Krieg und Flucht, Hunger und Krankheit bestimmt. Tausende Jungen und Mädchen werden als Kindersoldaten missbraucht, Millionen Kinder weltweit leben auf der Straße – sogar in Deutschland, schätzen Fachleute, sind es bis zu 2500 Minderjährige jährlich. Jedes Jahr müssen sich Millionen Kinder als billige Arbeitskräfte oder Prostituierte verdingen, ohne die Aussicht, zur Schule gehen zu können. Die Konsumenten in den Industrieländern sind, häufig ohne dies zu wissen, Nutznießer der Ausbeutung von Kindern.

Deutschland hat dem Schutz und den speziellen Rechten von Kindern immer noch keinen Verfassungsstatus eingeräumt. Seit Jahren streiten politische Entscheidungsträger darüber, u.a. weil Bedenken über die eingeschränkte Anwendung des Ausländerrechts (Abschiebung von Jugendlichen) bestehen. Die Kinderrechtskonvention gilt nämlich für alle Menschen unter 18 Jahren unabhängig von ihrer Nationalität.

In Schleswig-Holstein leben 14% aller Kinder unter 15 Jahren von Sozialhilfe und Sozialgeld, ca. 80.000 Kinder sind auf Zahlungen aus dem Arbeitslosengeld II (sog. Hartz IV) angewiesen. Sie erfahren dadurch oft eine Benachteiligung in ihren Bildungschancen, haben größere Gesundheitsrisiken und erleben soziale Ausgrenzungen.

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