Flucht und Migration begleiten den Menschen durch seine Geschichte. Durch den Globalisierungsprozess gewinnen Wanderungs- und Flüchtlingsbewegungen jedoch zur Zeit eine neue Qualität. Über 20 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Rückkehrer, Asylsuchende und Staatenlose registrierte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen Ende 2005.
In fast allen Teilen der Welt nehmen die Wanderungsbewegungen zu: Menschen suchen jenseits der Grenzen ihres Herkunftslandes einen Arbeitsplatz und eine Existenzgrundlage für sich und ihre Familie. Menschen sind gezwungen, z. B. wegen politischer Verfolgung, religiöser, rassistischer bzw. geschlechtsspezifischer Diskriminierung, verschlechterter Umweltbedingungen oder -katastrophen zu fliehen.
Doch immer wieder setzen sich Staaten in allen Teilen der Welt über ihre Verpflichtungen aus dem internationalen Flüchtlingsrecht hinweg. Flüchtlingen droht die Zwangsrückführung in Staaten, in denen sie von schweren Menschenrechtsverletzungen gefährdet sind. Und in Ländern, in denen sie Asyl zu finden hoffen, müssen sie willkürliche Inhaftierungen und sogar Gewaltakte befürchten.
Im Jahre 2006 lebten bundesweit insgesamt 15,1 Millionen Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund in Deutschland (18,1 % der Bevölkerung). In Schleswig-Holstein hatten 2006 ca. 343.000 Menschen einen Migrationshintergund, was einem Anteil von 12,1% an der Bevölkerung entwpricht. Dies ist der niedrigste Anteil aller alten Bundesländer.