Thema: Nachhaltiger Konsum, Fairer Handel

Selina Jartzik (Kl.5): Kokosnüsse - bezahlt mehr und seid fair

Im Jahr 1948 betrug der weltweite Handel rund 124 Mrd. US-Dollar, bis 2005 stieg dieser Wert auf 20.670 Mrd. US-Dollar. Tendenz weiter steigend. Der Anteil der Entwicklungsländer daran ist allerdings gering - und er sagt nichts aus über die Versorgung der Bevölkerung z. B. mit Lebensmitteln oder Energie.

Fast der gesamte Welthandel wird heute durch die Abkommen der Welthandelsorganisation WTO geregelt. Oft bedeuten diese Regeln Vorteile für den Norden und Nachteile für den Süden. Der Welthandel ist kein Spiel mit fairen Regeln.

Der „Faire Handel“ dagegen ist ein Handelskonzept, das auf Partnerschaft, Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbeziehungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen leistet der Faire Handel – insbesondere in den Ländern des Südens - einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen. Durch Informations- und Bildungsarbeit sowie durch Kampagnen fördern sie die Bewusstseinsbildung und tragen zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels bei.

In Deutschland gibt es ca. 800 Weltläden (d. h. Fachgeschäfte für Fairen Handel), in Schleswig-Holstein befinden sich ca. 30 Weltläden sowie viele kleinere Fair-Handels-Gruppen. Aber auch viele Bioläden, die Handelskette Contigo und viele Supermärkte bieten mittlerweile Lebensmittel und kunstgewerbliche Produkte aus Fairem Handel an. Im weltweiten Handelsmaßstab ist der Anteil des Fairen Handels noch nicht sehr bedeutungsvoll. Die Umsatzzahlen steigen jedoch, langsam, aber stetig.

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