Thema: Nachhaltiger Konsum, Fairer Handel

Selina Jartzik (Kl.5): Kokosnüsse - bezahlt mehr und seid fair

Im Jahr 1948 betrug der weltweite Waren-Export 58 Mrd. US-Dollar. Bis 2008 erhöhte sich dieser Wert auf 16.097 Mrd.. 2009 fiel auf Grund der Wirtschaftskrise der Wert laut WTO um 22,6 Prozent, doch bereits 2010 stieg der Wert wieder stark an. Der Anteil der Entwicklungsländer an diesem Wert ist sehr gering und der Wert sagt nichts über die Versorgung der Bevölkerung zum Beispiel mit Lebensmitteln oder Energie aus. 
 
Fast der gesamte Welthandel wird heute durch die Abkommen der Welthandelsorganisation WTO geregelt. Oft bedeuten diese Regeln Vorteile für den Norden und Nachteile für den Süden. Der Welthandel ist kein Spiel mit fairen Regeln. So zerstören beispielsweise Agrarsubventionen in der EU und den USA die Möglichkeit für Entwicklungsländer, Agrarprodukte zu exportieren. 
 
Der „Faire Handel” dagegen ist ein Handelskonzept, das auf Partnerschaft, Dialog, Transparenz und Respekt beruht. Es strebt nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel. Durch bessere Handelsbeziehungen und Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen leistet der „Faire Handel” – insbesondere in den Ländern des Südens – einen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen. Durch Informations- und Bildungsarbeit sowie durch Kampagnen fördern sie die Bewusstseinsbildung und tragen zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels bei. 
 
In Deutschland gibt es etwa 836 Weltläden, also Fachgeschäfte für Fairen Handel. Allein in Schleswig-Holstein befinden sich circa 30 Weltläden sowie viele kleinere Fair-Handels-Gruppen. Auch Bioläden und Supermärkte bieten mittlerweile Lebensmittel und kunstgewerbliche Produkte aus fairem Handel an. Im weltweiten Handelsmaßstab ist der Anteil des Fairen Handels noch nicht sehr bedeutungsvoll. Die Umsatzzahlen steigen jedoch langsam und stetig.

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