Entwicklung braucht Entschuldung. Für einen fairen Umgang mit verschuldeten Staaten und ein internationales Insolvenzverfahren

Eine Wanderausstellung von erlassjahr.de

Mit „Geschichten der Schuldenkrise“ präsentiert erlassjahr.de eine Ausstellung über Ursachen und Folgen staatlicher Schuldenkrisen. Erlassjahr.de stellt Lösungsansätze vor und betrachtet, mit welchem Erfolg sie in der Vergangenheit verfolgt wurden.
  • Schon lange ist in der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr so intensiv von der Überschuldung von Staaten die Rede gewesen wie im Jahr 2012. Die faktische Pleite von Staaten in der Eurozone hat ein Thema vor unserer Haustür ankommen lassen, das die letzten drei Jahrzehnte als ein Problem der sogenannten „Entwicklungsländer“ angesehen worden war: Im August 2012 jährte sich die Zahlungseinstellung Mexikos – und damit das Ereignis, das man als Beginn der modernen Staatsschuldenkrise bezeichnen kann – zum 30. Mal. Damals folgten auf diese Staatspleite viele weitere Länder – vor allem in Südamerika, später aber auch in Afrika und Asien.
Die Ausstellung ist keine wissenschaftlich erschöpfende Abhandlung. Vielmehr will sie durch die nähere Betrachtung einzelner Ereignisse systemische Zusammenhänge sichtbar machen. Wenn es in den ausgewählten Länderbeispielen um Peru oder Bolivien geht, heißt das darum nicht, dass diese Länder Einzelfälle waren. Im Gegenteil: Erlassjahr.de hat diese Fälle stellvertretend für viele weitere Länder ausgewählt, die in den Sog der Schuldenkrise geraten sind.
erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von derzeit rund 700 Mitträgerorganisationen deutschlandweit und damit das größte entwicklungspolitische Bündnis in Deutschland.
Zu den Mitträgerorganisationen gehören entwicklungspolitische Organisationen, Eine-Welt-Gruppen, Landeskirchen, Diözesen, Kirchengemeinden und Weltläden. erlassjahr.de ist als gemeinnützig anerkannt und ist Mitglied im „European Network on Debt and Development (EURODAD)“.
  • Die 40 Banner umfassende Ausstellung kann bis Ende November 2014 zu bestimmten Zeiträumen für 500,- € (Transportkosten) ausgeliehen werden.
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