Fair macht Schule

TOP 21 in Elmshorn für das Projekt „Fair macht Schule“ als offizielles Projekt der UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet

Schon zum fünften Mal in Folge ist der gemeinnützige Verein und Weltladen TOP 21 in Elmshorn von der deutschen UNESCO Kommission als offizielles Projekt der UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Gewürdigt wurden Projekte mit Schulen beziehungsweise jugendlichen Zielgruppen. Aktuell wurde TOP 21 für das Projekt „Fair macht Schule“ gewürdigt, bei dem es darum geht, Schulen für Maßnahmen zum Fairen Handel zu gewinnen – etwa in Form von Unterrichtseinheiten, Projekttagen, Kooperationen mit außerschulischen Partnern oder der Einrichtung von Schüler-Weltläden.

Die Auszeichnungsveranstaltung, bei der Fahne und Urkunde übergeben wurden, fand am 29. April bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück statt. Die Auszeichnung gilt für das Jahr 2014, in dem die Dekade zu Ende geht. Sie hatte das Ziel, die Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bildungseinrichtungen und in mit den Themenfeldern befassten gesellschaftlichen Gruppen stärker zu verankern und zur Netzwerkarbeit anzuregen. Ein wichtiger BNE-Inhalt ist das Konzept der Gestaltungskomptenz, das befähigen soll, verantwortlich mit den Herausforderungen in der globalisierten Welt umzugehen.

„Die UN Dekade hat den BNE-Gedanken auf vielen Ebenen stärker in den Fokus gerückt und insbesondere dazu beigetragen – das ist ganz klar unsere Erfahrung -, dass institu-tionelle und informelle Bildungsanbieter stärker zusammenwirken.“ So das Fazit von Albert Röhl vom Weltladen TOP 21. Nicht zuletzt konnte aus seiner Sicht erreicht werden, das Globale Lernen als wesentliche BNE-Komponente deutlicher zu profilieren. Wichtig findet man bei TOP 21, dass auch nach dem Dekade-Ende der Stellenwert der Bildung für nachhaltige Entwicklung erhöht wird.

„Zwar haben die Bewerbungen stets viel Aufwand gefordert, aber es hat sich gelohnt“, betont Röhl, „auch wenn mit der Auszeichnung keine Dotierung verbunden ist und selbst die Fahrt zu Verleihungsveranstaltungen selbst getragen werden mussten. Aber zum Beispiel für den Kontakt mit schulischen und anderen Bildungsträgern und auch für die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit hat es viel gebracht. Wichtig war allerdings auch, dass wir für unsere Projektarbeiten Fördermittel von der BINGO Umweltlotterie Schleswig-Holstein und teilweise vom Kirchlichen Entwicklungsdienst, KED, von der Nordkirche erhalten haben. Sonst hätten wir die Vorhaben, trotz stets sehr hohen ehrenamtlichen Einsatzes, bei weitem nicht so umfangreich realisieren können.“