Migration

Seit Beginn seiner Existenz ist der Mensch in Bewegung. Über die Jahrtausende gab es immer wieder große Völkerwanderungen. Mit dem Fortschreiten der Globalisierung im 20. und 21. Jahrhundert verändert sich jedoch die Qualität der Wanderungs- und Flüchtlingsbewegungen auf der Erde. Im Jahr 2010 zählt die Weltbank weltweit 215,8 Millionen MigrantInnen. Von Migration sind alle Länder betroffen und überall nehmen die Wanderungsbewegungen zu. Vor allem innerhalb der sogenannten Entwicklungsländer. Trotz des enormen Einkommens- und Vermögensgefälles zwischen den nördlichen und südlichen Staaten findet mehr als die Hälfte der Migration innerhalb des Südens statt. Dabei bewegen sich  laut Weltbank etwa 43 Prozent von einem Entwicklungsland in ein anderes.

Menschen suchen jenseits der Grenzen ihres Herkunftslandes einen Arbeitsplatz und eine Existenzgrundlage für sich und ihre Familien. Menschen sind gezwungen, zum Beispiel auf Grund von politischer Verfolgung, religiöser, rassistischer, geschlechtsspezifischer Diskriminierung und verschlechterten Umweltbedingungen zu fliehen. In vielen Fällen der Arbeitsmigration verlässt nur eine Person der Familie das Land, um dann Geld zu verdienen und zu überweisen. Berechnungen der Weltbank zufolge überwiesen MigrantInnen 2012 weltweit 529 Milliarden US-Dollar in ihre jeweiligen Heimatländer.

Erschwert wird Migration vor allem durch Staaten, die sich über ihre Verpflichtungen aus dem internationalem Flüchtlingsrecht (z.B. Genfer Flüchtlingskonvention) hinwegsetzen. Flüchtlingen droht beispielsweise beim Scheitern der Migration die Zwangsrückführung in Staaten, in denen sie schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Es drohen willkürliche Inhaftierungen und Gewaltakte an der Person. So hat beispielsweise Italien mit Libyen einen Vertrag für die Ausweisung von MigrantInnen abgeschlossen, obwohl Libyen die Genfer Flüchtlingskonvention nicht anerkannt hat.

Migration betrifft auch Deutschland. Ende 2013 hat Deutschland laut UNHCR 187.600 Flüchtlinge aufgenommen. Damit steht Deutschland in der weltweiten Statistik auf Platz 20. Im Jahr 2013 lebten laut Statistischem Bundesamt 15,9 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund, davon 6,2 Millionen Ausländer in Deutschland. In Schleswig-Holstein lebten 2015 321.000 Personen mit Migrationshintergrund.

Referenten und Lernorte zum Thema

Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Initiativen, Gruppen und Organisationen sowie Einzelpersonen der solidarischen Flüchtlingshilfe in Schleswig-Holstein. Information zur Qualifikation/ Erfahrung der ReferentInnen: Universitätsstudium (Soziologie, Politologie, Jura, Pädagogik, Sozialpädagogik) Erfahrung in der Arbeit mit und für Flüchtlinge und MigrantInnen praktische Erfahrungen in der Durchführung von Bildungsangeboten Peer-to-Peer Fortbildung

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Victorine Mueba

Ich habe im Kongo in Nichtregierungsorganisationen mitgearbeitet und bin 1992 als Flüchtling nach Lübeck gekommen.

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Weltladen TOP 21 e.V.

Der gemeinnützige Verein und Weltladen TOP 21 ist seit 1998 tätig. Von Anfang an gab es vielfältige Aktivitäten zum globalen Lernen. Ständig wird der Weltladen als Lernort genutzt. Mehrere Schulprojekte wurden von der Deutschen UNESCO-Kommission als „offizielle Projekte der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Grundsätzlich folgt die Bildungsarbeit von TOP 21 den Prinzipien der …

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Irmgard Poggemann

Die NaSchNetz GbR wird vertreten durch S.O. Martin und I. Poggemann und verfolgt die Zielsetzung, im Nachhaltigkeits-Netzwerk Schleswig-Holstein Akteure in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen (GL) zusammenzubringen und zu vernetzen. Wir arbeiten beratend und begleitend, aber auch praktisch an Schulen, in Vereinen, Verbänden, Institutionen und Unternehmen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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Johannes Peschke

Johannes Peschke  war von 1996 bis 2003 für verschiedene Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit tätig und engagiert sich seit seiner Rückkehr in der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit und dem Globalen Lernen.

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Deutsch-Ghanaischer Entwicklungshilfeverein e.V.

Ziel des Deutsch-Ghanaischer Entwicklungshilfevereins ist die Förderung der Entwicklung von Accra (Ghana) und Umgebung. Zur Zeit werden folgende Projekte realisiert: Bau eines Mehrzweck-Gebäudes mit Gesundheitsstation und Vorschule Bau eines Kindergartens und einer Vorschule Unterstützung bei der Ausrüstung einer Geburtenklinik

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Deutsch-Indische Gesellschaft e.V., Zweiggesellschaft Lübeck

Die Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. wurde im Jahre 1953 zur Pflege der Beziehungen zwischen Indien und Deutschland gegründet. Sie möchte der deutschen Öffentlichkeit die Kultur und Religionen des Subkontinents sowie die politischen Strukturen und wirtschaftlich-sozialen Potentiale und Probleme Indiens in Vergangenheit und Gegenwart näher bringen und wahrt dabei die großen Traditionen der Beziehungen zwischen beiden Völkern. …

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Bacar Gadji

Ich lebe seit 20 Jahren in Deutschland. Hier habe ich mein Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule Lübeck abgeschlossen. Neben meiner Arbeit habe ich mich jahrelang bei verschiedenen interkulturellen Vereinen und Initiativen engagiert. Ich bin Mitbegründer der Afrikanischen Gemeinschaft zu Lübeck und deren sozio – politischer Sprecher. Ich habe selbst für das Projekt Daara.de gearbeitet.

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